Andacht zum ersten Advent
Der Weihnachtsmarkt hat längst geöffnet. Weihnachtmusik tönt aus allen Lautsprechern. Weihnachtsartikel gibt es allerorten zu kaufen. Die halbe Welt ist weihnachtlich dekoriert. Dabei beginnt das große Fest erst am Abend des 24. Dezember.
Jetzt ist Adventszeit, vier Wochen lang. Nach kirchlicher Tradition ist das eine Buß- und Fastenzeit, die weniger nach Glühwein und Plätzchen schmeckt als nach In-sich-gehen und Einkehr. Und warum?
„Advent“ heißt „Ankunft“. Jesus kommt an in der Heiligen Nacht. Gottes menschgewordene Liebe wird hineingeboren in unsere Welt und in mein Leben. Wer will, kann sich darauf vorbereiten mit einer Art innerer Inventur: Was ersehne ich mir? Was fehlt mir? Wo habe ich Gottes Liebe besonders nötig? Diese Frage geht weit über alle käuflichen Geschenke hinaus. Und sie kann wehtun, rührt sie doch an eigenen, manchmal tief vergrabenen Schmerz. Aber sie öffnet mich auch. Macht mich empfänglich. Sie macht mein Herz weit und das Fühlen groß.
Adventszeit ist Sehnsuchtszeit. Wartezeit. Hoffnungszeit. Sie rechnet damit, dass sich etwas ändern kann, dass sich etwas ändern wird in meinem Leben, wenn ich nur bereit bin dafür. Halten wir das Warten aus, auch wenn so viele schon munter drauflosfeiern?
Ich will es versuchen und Ausschau halten nach dem Weihnachtspäckchen, dass Gott gerade für mich zusammenstellt. Was da ankommen wird?
Eine erwartungsvolle Adventszeit wünscht Ihnen
Ihr Christoph Eichert


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