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Predigten und Hausandachten

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Gottesdienste entfallen
Aufgrund der Rundverfügung des Landeskirchenamtes Nr. 1-2021 vom 12. Januar 2021 hat der Gemeindekirchenrat der Paulusgemeinde die Aussetzung der Gottesdienste bis voraussichtlich zum 15. März...
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Lasst die Kinder zu mir kommen!“
Eine Hausandacht für Familien am 24. Januar 2021

Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat und dass Sie mit Ihrer Familie nun diesen kleinen Gottesdienst feiern wollen....
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Schlagworte:

Wort für den Tag: Donnerstag, 28. Januar 2021

Jakob sprach: Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, als ich hier über den Jordan ging, und nun sind aus mir zwei Lager geworden.

(1. Mose 32,11)

 

Wort für den Tag:
Alles, was ihre Familie und sie sich seit dem Jahr 1913 aufgebaut haben, steht jetzt in Frage. In vierter Generation führt sie einen Friseursalon mit 22 Angestellten. Der Salon ist seit vier Mona-ten, mit dem ersten Lockdown zusammengerechnet, geschlossen. Das Konto ist leer. Ein Schul-denberg ist am Wachsen. „Wie soll man vier Monate ohne Einnahmen überbrücken? Was sage ich meinen Angestellten? Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das alles meistern soll.“ Ob sie ans Aufgeben denke: „Nein“, antwortet sie, „ich will und ich werde kämpfen. Ich liebe meinen Be-ruf. Ich mache ihn mit so viel Herzblut. Ich möchte es gerne schaffen. Aber ich weiß nicht, wie lange es noch gehen wird.“
Wie Jakob schaut sie auf das, was ihr in ihrem Leben zum Segen geworden ist. Aber sie hat Angst, genau wie Jakob, all das zu verlieren. Was wird dann sein? Der Gedanke an ein Leben ohne Friseursalon, ohne die tägliche Arbeit und die dankbaren Kundinnen und Kunden lässt in ihr eine unerträgliche Leere entstehen. Dem will sie sich nicht ausliefern. „Ich will und ich werde kämpfen.“
Lassen Sie uns, wie diese Friseurmeisterin, nicht müde werden, um das zu kämpfen, was unser Herz höher schlagen lässt. Lassen Sie uns nicht müde werden, Gott unsere Ängste und persönli-ches sowie anderes Leid zu klagen. Lassen Sie uns nicht müde werden, Gott um Bewahrung zu bitten und ihm für alles Gute und Segensreiche zu danken.

 

Lied:
Was Gott tut, das ist wohlgetan, es bleibt gerecht sein Wille;
wie er fängt seine Sachen an, will ich ihm halten stille.
Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten;
drum lass ich ihn nur walten.

 

Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben,
der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben
in Freud und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet,
wie treulich er es meinet.

 

Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben,
so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten;
drum lass ich ihn nur walten.
(EG 372,1.4.6)

 

Gebet:
Herr, Du barmherziger und treuer Gott,
viele persönliche Erlebnisse und Nachrichten aus der Welt nehmen uns unseren Mut. Gib uns die Kraft, unsere Not und unser Leid vor Dir auszusprechen. Gib uns Entschlossenheit in unser Herz, damit wir für das kämpfen, was uns am Herzen liegt. Und lass uns Dir vertrauen, dass Du es gut mit uns meinst. Lass uns heute besonders an die Menschen denken und für sie beten, de-ren berufliche Zukunft ungewiss ist und die um ihre Existenz kämpfen.
Amen.


Tag-Werk:
Lesen Sie 1.Mose 32,1-13. Aus diesem Abschnitt ist der obige Vers entnommen.
Überlegen Sie, für was oder wen Ihr Herz besonders schlägt oder was Sie mit Herzblut tun. Für was lohnt es sich, gerade zu kämpfen?

 

Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen für den heutigen Tag!
Ihre Katrin Mang (Vikarin)

Wort für den Tag, Mittwoch, 27.Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,


es passiert immer wieder mal, da hat man eine Idee, doch bevor man sie umsetzen kann, war jemand schneller. Mir erging es heute Abend so, als ich den Text für den morgigen Tag anschaute. Schnell musste ich feststellen, genau diese Schriftstelle hatte ich mir ebenfalls für meine Gedanken ausgewählt. Nun blieb mir nichts anderes übrig, als erneut in der Bibel zu blättern und darauf zu vertrauen, fündig zu werden. Vertrauen – sich etwas zutrauen – sich anvertrauen – sich trauen, darüber wollte ich, will ich gemeinsam mit Ihnen nachdenken. Mitten in diese Überlegung hinein rief mich ein guter Freund an und als ich ihm kurz berichtete, woran ich gerade saß, meinte er spontan: Was hältst du von Abraham? Abraham ? Na klar, super, dankeschön! Gott sprach zu Abraham: Mache dich auf, Abraham! Mache dich auf mit deiner Frau Sarah und zieh weg aus deinem Land, weg von deinen Verwandten und Freunden, weg von deinem Zuhause! Zieh fort in das Land, das ich dir zeigen werde. (1. Buch Mose/ Genesis 12, 1)


Wort für den Tag


Abraham, wer seine Geschichte kennt, weiß: Immer wieder wurde er vor die Herausforderungen gestellt, Gottes Worten zu vertrauen. Sich ihm anzuvertrauen, auch wenn er nie wusste, wie das Ganze ausgehen würde. Dass Gott Großes mit ihm vorhat, vielleicht ahnte er es, immerhin schien Gott es ihm zuzutrauen. Abraham traute sich, traute sich, weil er Gottvertrauen hatte. Nur, wer das alles auf sein eigenes Leben zu projizieren vermag, kann erahnen, welches grenzenlose Vertrauen solches Handeln erforderte. An der Stelle werde ich schon recht kleinlaut. Sicher habe ich auch meine Erfahrungen gemacht, habe feststellen dürfen, Gott hatte immer einen Plan für mein Leben, doch die Erkenntnis kam immer erst im Nachhinein. Vertrauen, zurzeit wird es wieder auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Wem und welchen Aussagen kann ich denn noch vertrauen, was traue ich mir zu und wann wird es leichtsinnig? Manchmal überkommt mich das Gefühl, die Vertrautheit, die wir Menschen auch untereinander brauchen, sie geht immer mehr verloren, das tut weh. Wo ist Gott in diesen Tagen, ja inzwischen Monaten? Traut Gott uns das zu, dass wir diese schwere Zeit schadlos überstehen? Anscheinend ja, denn inzwischen merken wir, wie sehr wir einander brauchen. Vertrauen wir wie Abraham Gott, auch wenn es mitunter bis zum Äußersten geht. Alles hinter sich lassen, die schönen Gewohnheiten, das Vertraute, ja alles, was uns lieb und teuer jetzt erscheint. Vertrauen wir auf einen liebenden Gott, der uns nichts nehmen will, der uns aber viel zutraut.


Gebet:

 

Guter Gott, zu dir dürfen wir voll Vertrauen mit unseren Sorgen und Nöten kommen. Unser Leben ist aus den Fugen geraten, wir wissen noch nicht, wann alles ein Ende haben wird. Vieles verunsichert die Menschen und macht sie misstrauisch gegenüber Behörden, Anordnungen und Aussagen. Auf dich dürfen wir bauen, uns dir anvertrauen, so wie Abraham es getan hat. Bleib du als unser Vertrauter mit uns auf dem Weg.


Lied: „Wer unterm Schutz des Höchsten steht“ Gotteslob 423


Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,

wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Allmacht anvertraut,

der spricht zum Herrn voll Zuversicht: „Du meine Hoffnung und mein Licht, mein Hort,

mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.“


Vorschlag für den Tag


Halten Sie für einige Momente mal inne, überlegen Sie: Wann hat sich in meinem Leben, aus einer verfahrenen Situation, einem unerwarteten Ereignis, etwas Neues ergeben, für das ich letztlich Gott dankbar sein darf. Traun Sie sich!


Ich wünsche Ihnen einen Tag voller Gottvertrauen

Monika Klamt KV PLUS Pfarrei Carl Lampert

Wort für den Tag, 26. Januar 2021

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12


Wort für den Tag


Noch steht in unserer Kirche die Krippe mit ihren klassischen Figuren. Doch so langsam werden sie unruhig, scheint es mir. Die Hirten waren zu lange schon fern von ihren Herden. Sie müssen nun los, um nach dem Rechten zu sehen. Sie können sich nicht mehr länger von den Hütehunden vertreten lassen.
Auch die Könige denken daran, sich auf den langen Heimweg zu machen. Lange schon haben sie die Geschäfte ihren Stellvertretern überlassen.
Doch es ist so schwer, sich zu trennen. Dort in dem Stall leuchtet das Licht so warm. Der kleine Säugling verbreitet einen einzigartigen Frieden um sich.
Keiner möchte gehen. Sie ahnen wohl auch, dass sie nicht als die zurückkehren werden als die sie vor Wochen aufgebrochen sind. Wird es ihnen gelingen, etwas von der Geborgenheit des Stalls in den Alltag hinüber zu retten? Wird es ihnen gelingen, sich von den Mühen das Alltags nicht in die Knie zwingen zu lassen?
Wie geht es mir? Bin ich bereit für diesen Weg?


Lied: Der Morgenstern ist aufgedrungen EG 69,1+4


Der Morgenstern ist aufgedrungen, er leucht’ daher zu dieser Stunde
hoch über Berg und tiefe Tal, vor Freud singt uns der lieben Engel Schar.

 

O heilger Morgenstern, wir preisen dich heute hoch mit frohen Weisen;
du leuchtest vielen nah und fern, so leucht auch uns, Herr Christ, du Morgenstern


Gebet


Gott, ich möchte das weihnachtliche Licht und seine Wärme gern festhalten. Aber sie können nur bestehen, wenn sie neue Kraft bekommen. Darum bitte ich dich: Lass das Licht in mir leuchten. Lass es um mich herum Kraft behalten für den Alltag. Amen.


Tag-Werk


Wenn Sie sich noch nicht getrennt haben von der Krippe - gehen Sie mit einer der Personen oder auch mit einem der Tiere den Weg zurück in die Heimat. Was werden Sie den Menschen dort erzählen? Wobei bekommen Sie leuchtende Augen?

 

Simone Carstens-Kant, Pfarrerin in der Marktkirchengemeinde

Wort für den Tag, 25. Januar 2021

Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille. (Markus 4, 37-39)


Wort für den Tag


In unserem Leben tobt ein Sturm. Ein Virus hat alles durcheinandergewirbelt und bringt tiefe Fragen an die Oberfläche: Welchen Stellenwert hat die Gesundheit, welchen Platz hat der Tod in unserem Leben, wie sieht Trost im Angesicht eines einsamen Sterbens aus, wie viel Einsamkeit ertragen wir? Und dann diese Geschichte aus dem Markusevangelium! Mit zwei Worten bringt Jesus einen Sturm zum Schweigen. Der Wind legt sich, das Wasser liegt ruhig vor ihm und den Jüngern, Stille. Was bin ich neidisch! So eine Sehnsucht nach Stille habe ich.


Und dann stutze ich. Weil Gott mir diesen Frieden schon schenkt! Nicht, indem Corona vorbei ist, wie meine sechsjährige Tochter manchmal betet. Nein, es ist ein Frieden, der anders ist als erwartet und der fein und zärtlich ist. Zum Beispiel: Eine Tasse Kaffee in Ruhe. Ein handgeschriebener Brief. Ein unerwartetes Dankeschön. Ein Lächeln unter der Maske. Ein Moment der Verbundenheit. Das Gefühl: Wir sitzen alle in einem Boot. Kurzum, es ist die Fähigkeit oder besser die Bereitschaft unter all den schrecklichen Nachrichten die guten zu finden, mit offenen Augen und weichem Herzen. Dann legt sich der Sturm im Inneren.


Lied


Befiehl du deine Wege, EG 361:


Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.


Gebet


Gott, manchmal haben wir Angst – vor Ansteckung und um das Miteinander in unserem Land. Manchmal sind wir überfordert – von den Nachrichten, von Homeschooling und Homeoffice. Manchmal ist die Sehnsucht groß – nach Gemeinschaft, nach Leichtigkeit. Gott, du weißt das alles. Du kennst uns. Wir bitten dich: Bleib bei uns, hilf uns hindurch. Still den Sturm in unseren Herzen!


Tag-Werk


Schreiben Sie heute und am besten regelmäßig auf, wofür Sie aus vollem Herzen dankbar sind. Das verändert nicht Ihr Leben, aber den Blick darauf.


Frohe Grüße, Ihre Katja Schmidtke

Wort für den Tag: Samstag, 23. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,


es ist Freitag und ich schaue in den Kalender. Morgen bzw. heute Abend können Sie die Worte lesen, die ich jetzt schreiben darf. Meine Gedanken gehen hierhin und dorthin. Viele von Ihnen spüren sicher die Verbundenheit in den Gemeinden und in der einen Gemeinde, die wir Kirche Jesu Christi nennen, die Kirche, die durch seine Liebe grenzenlos und barrierefrei ist.


Und da ist das andere: die Fragen vieler Menschen, wie lange noch? Kinder, die wenig mit anderen Kindern spielen können, die wieder seit Wochen nicht den Halt und die Struktur erfahren, welcher ein geregelter Tagesablauf bietet. 

Ältere Menschen und Hochbetagte, die schon vorher kaum Besuch bekamen und jetzt die Einsamkeit noch stärker zu spüren bekommen.
Menschen, die gezwungen sind, ganz viel Zeit miteinander zu verbringen, obwohl man sich doch daran gewöhnt hatte, mehr und mehr individuelle Wege zu gehen.
Und dabei immer wieder unsere Behauptung: GOTT ist da. Licht und Liebe sind zu spüren im Hier und Jetzt. Manchem fällt es schwer, dem zu vertrauen.


Die Losung für Samstag, 23. Januar steht in Jeremia 32,41: „So spricht der HERR: Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun.“


Das kenne ich: Das Gute – es ist ein Grund für ehrenamtliches Engagement. Ich helfe und erfahre selbst Hilfe. Ich spende Freude und spüre diese Freude auch. Ich wende mich in Liebe zu und kann gerade in dieser Zuwendung auch Liebe spüren. Es macht Freude zu helfen; Freude macht es anderen Freude zu bereiten. So wird von Gott gesprochen: als einer fühlenden Macht. Gott kann sich freuen. Seine Freude erwächst aus Akten der Güte gegenüber seinen Geschöpfen, seinen Menschen.


Doch wie ist es, wenn Menschen diese Güte nicht annehmen können? Sie schlicht und einfach übersehen und nicht wahrnehmen? Sich selbst genügen oder meinen genug sein zu können? Ja, selbst in tiefer Trauer und Dunkelheit öffnen viele immer noch nicht ihre Herzen, um das Licht seiner Liebe zu sehen. Von Selbstmitleid spricht der eine, von Resignation und Verzweiflung eine andere. Es scheint keinen Ausweg zu geben.
Oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass da oft eine Angst ist vor dem Dunkel, eine Angst vor der Trauer. Eine Angst, die zu Lähmung führt. 
Viele Menschen, die Trauer und Dunkelheit annehmen konnten, fanden auch eine Kraft in sich, die sie getragen, weiter getragen hat. Menschen, die sich als Verlorene erfahren haben, konnten gefunden werden. Von Gott. Und irgendwann ist da in der Dunkelheit ein Licht – vielleicht nur ein ganz kleines. Dieses Licht gibt Hoffnung, so finster es auch sein möge. Der Lehrtext zur Losung bezieht dies auf Jesus Christus. Seine Worte lauten:


„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ (Lukas 19,10).

 

Lasst und beten:
Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns geoffenbart hast durch Jesus Christus, deinen Knecht. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Wie dies zerbrochene Brot zerstreut war auf den Bergen und zusammengebracht eins wurde, so werde deine Kirche zusammengebracht von den Enden der Erde in dein Reich. (aus der ältesten christlichen Kirchenordnung, Didache um 100 n.Chr)

 

Ich lade Sie ein zu singen: EG 56


KV Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein!


1) Der immer schon uns nahe war, stellt sich als Mensch den Menschen dar. KV
2) Bist du der eignen Rätsel müd? Er kommt, der alles kennt und sieht! KV
3) Er sieht dein Leben unverhüllt, zeigt dir zugleich dein neues Bild! KV
4) Nimm an des Christus Freundlichkeit, trag seinen Frieden in die Zeit! KV
5) Schreckt dich der Menschen Widerstand, bleib ihnen dennoch zugewandt! KV


Gott segne unsere Wege an diesem Tag,
was auch kommt und gehen mag.
Amen.


Martin Schmelzer

Wort für den Tag: 22. Januar 2021

Werden es heute weniger als 1000 in der Folge der Virusinfektion Gestorbene sein? Gestern meldete das RKI: 1013 Tote. Ich höre Zahlen und kenne die Menschen nicht, von denen sie berichten. Vor ein paar Tagen erhielt ich die Nachricht von einem, der gestorben ist, den ich kannte. Seine Tochter, seine Enkelkinder trauern. Aber selbst das Trauern ist nicht frei. Es muss den Regeln gehorchen, die weitere Ansteckungen verhindern sollen. Wie lange noch?

 

„Dann werden sie umkehren, die Kinder Israels, und den Ewigen suchen, ihren Gott, mit Zittern werden sie sich an den Ewigen wenden, und seine Segensfülle wird da sein am Ende dieser Tage.“ (Hos 3, 5; Losung der Herrnhuter Brüdergemeine zum heutigen Tag)

 

Wort für den Tag:
Schon sehr lange reden die Propheten vom Umkehren. Schon sehr lange wird das auf Kirchentagen gefordert, in vielen Predigten, in manchen klugen Artikeln. Aber wann und wie gelingt es, dieses große Umkehren zur Segensfülle? Wann bricht es endlich an, das Leben ganz in Frieden, in so großem Frieden, dass kein neues Überspringen eines Virus aus der Tier- in die Menschenwelt zu fürchten ist? Wann bricht es an, das große Umkehren, das keinen in Not mehr allein lässt, das die liebevolle, fürsorgliche Seite des Menschen feiert? Nie – oder erst am Ende aller Tage?
Liegt es an mir, und an vielen Millionen Einzelnen, dass das Umkehren nicht gelingt, oder nur halb, und die andere Hälfte immerzu aufgeschoben wird? Oder liegt es an den Rahmenbedingungen, die doch andere schaffen müssen, die Politik, die Gesetzgeber, die „Spielregeln“ der Wirtschaft, nicht ich?
Manchmal gibt es solche Sternstunden, in denen Katastrophen zum Umdenken führen. Ich habe sie selber miterlebt. Auf einmal gehen die Grenzen für verzweifelte Flüchtlinge auf, und die Hilfsbereitschaft scheint grenzenlos. Auf einmal wird „Fridays for future“ gehört, und alle Parteiprogramme werden „grün“. Jedes mal gehen die vielen Einzelnen und die Politik zusammen, und zuvor fest verschlossene Türen springen plötzlich auf.
Ob diese Pandemie auch eine Sternstunde auslösen kann: Wilde Tiere, von den unscheinbarsten kleinen bis zu den großen, werden besser geschützt, ihre Lebensgebiete in Urwäldern und Ozeanen blühen auf, und auch die Feldraine und Waldränder und Wiesen in unserer Umgebung blühen mit?
Das Trauern nimmt auf einmal den ersten Platz ein, der Verstorbenen wird in den Familien und öffentlich gedacht, und wirkliche Lebensfreude hat wieder Platz nach der Trauer, ist nicht nur oberflächliche Patina, sondern kommt aus der Tiefe?
Und über allem und in allem wird der Schöpfer gepriesen, dessen Geist auch die große Umkehr ins Laufen gebracht hat, und die Menschen in unserer Nachbarschaft lauschen auf unsere Gebete und reißen uns unsere Loblieder von den Lippen?
Noch hat nach diesen Sätzen das Fragezeichen das letzte Wort. Aber den Anfang haben schon die alten Prophetinnen und Propheten gesetzt.

 

Lied: „Komm in unsre stolze Welt“, EG 428, Str. 5
Komm in unser dunkles Herz, Herr, mit deines Lichtes Fülle;
dass nicht Neid, Angst, Not und Schmerz deine Wahrheit uns verhülle,
die auch noch in tiefer Nacht Menschenleben herrlich macht.

 

Gebet:
Du siehst jeden einzelnen an. Mich erschrecken die Zahlen. Du vergisst keinen. Ich halte das nicht aus ohne Vergessen. Um Deinen Geist bitte ich, die Trösterin. Sie soll jede Familie besuchen, die jetzt trauert. Jede Freundin und jeden Freund. Jeden allein Trauernden. Um Deinen Geist bitte ich, die Lebensspenderin. Sie wecke in uns die Erinnerung an Deine Verheißungen. Sie wecke in uns neue Hoffnung und neue Freude über Deinen Segen. Amen.

 

Ihnen allen einen gesegneten Tag wünscht Martin Herzfeld.

Wort für den Tag: Donnerstag, 21. Januar 2021, Hl. Agnes

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. (Lukas-Evangelium Kapitel 21, Vers 25)

 

Wort für den Tag:

 

Es scheint, als ob der Himmel auf die Erde stürzt. Merkwürdige Zeichen stehen uns direkt vor Augen. Die Gestirne sind unberührt. Ich erlebe Gesunde, Kranke, Einsame und Menschen, die zur Arbeit müssen. Es gibt Menschen, die freiwillig zu Hause bleiben und solche, die den Sinn dessen anzweifeln. Im Lockdown ist die Welt ungewöhnlich ruhiger. Und doch ist in mir selbst ein Toben und Donnern. Ich verstehe den Sinn vieler Bestimmungen nicht.

 

Hüten wir uns vor schnellen Deutungen der Pandemie „um Gottes und der Menschen willen“. … Auf die Frage, wozu das alles gut sein soll, sollten wir zuerst antworten: ich weiß es nicht - und wir sollten es auch nicht besser wissen wollen als andere. Die fromme Mutmaßung, es gäbe gewiss einen Sinn, etwas Gutes, einen verborgenen Plan dahinter, den Gott allein kenne, wäre zynisch.“ (nach Julia Knop, Dogmatikerin, Erfurt - siehe auch: Es geht an die Substanz. Tag des Herrn Nr. 1 vom 10. Januar 2021 S. 9)
Eines weiß ich aber, ich kann Vieles durchstehen. Meine Großeltern und Eltern haben mir erzählt, dass sie Schlimmes erlebten. Und ich bin schon so alt, dass auch ich selbst Einschränkungen erlebte. Diesen ‚Schatz‘ möchte ich gerne an meine Kinder weitergeben; in der Familie und auch den Kindern in der Gemeinde.

 

Für ihre Unbeirrbarkeit ist die heilige Agnes bekannt. Das wenige, was wir von ihr wissen lesen Sie am besten hier nach. https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Agnes_von_Rom.htm Agnes lehrt mich: verlier Dein Ziel nicht aus den Augen. So empfindest Du Umwege oder Hürden eben nur als Verzögerung. Sie hatte Gott an ihrer Seite. Welch Trost, denn ich glaube, dass Gott auch mir ganz nah ist. Deshalb kann die Bauernregel des heutigen Tages eine Verheißung für die Früchte meines Lebens sein: „Scheint zu Agnes die Sonne / wird später die Ernte zur Wonne!“

 

Lied ( Link zum Hören von Text und Melodie , dann können Sie mitsingen )

 

1. Du kommst mir so nah wie niemand sonst. Du bist immer da, wohin ich auch komm.
Denk ich an ein Wort, hast du es schon längst gehört.

 

R: Flieg ich dahin, wo die Sonne aufgeht, oder ans Ende des Meers, wo sie versinkt, überall dort wird
deine Hand mich halten, weil dein Licht in die die Dunkelheit dringt, weil dein Licht in die Dunkelheit dringt.

 

2. Wohin kann ich gehn, wo du nicht bist? Gibt es einen Ort, wo du mich nicht siehst?
Steige ich hinauf zum Himmel, da bist du auch.

 

3. Du hast mich gewollt, so, wie ich bin. Schon vor der Geburt hast du mich gesehn.
Deine Liebe reicht viel weiter, als ich versteh.

 

Bridge: /: Sieh dir mein Herz an, wenn ich Gefahr laufe mich zu entfernen von dir.
Sieh dir mein Herz an, zeige mir den Weg auf, den Weg zurück zu dir. :\

 

Gebet

 

Du, Gott, durchdringst alles.
Du bist ohne Anfang und ohne Ende.
Egal, wie was wir Menschen glauben,
du schenkst uns jeden Tag neu.
Danke für jeden Tag.
Danke für alles.
Amen.

 

Vorschlag für den Tag

 

Nehmen Sie sich heute etwas Zeit (beim Spaziergang) und lauschen Sie in Ihre Vergangenheit.
Welche Ziele hatten Sie früher? Erinnern Sie sich, mit welchem Eifer Sie dafür eingetreten sind?

 

Ich wünsche Ihnen Stärke im Leben.
Ihr Gemeindereferent Johannes Knackstedt

Wort für den Tag: 20. Januar 2021

Liebe Leser, es gibt ein Bibelwort, welches mich von Kind an begleitet.

Es ist auf einem kleinen Holzbrett aufgeschrieben und hängt über meinem Schreibtisch:

Seid fröhlich in Hoffnung,

geduldig in Trübsal,
haltet an am Gebet. (Röm. 12, 12)

 

Ich habe dieses Täfelchen aus dem Nachlass meiner Omi.
Als ihre Familie am Ende des Krieges aus Schlesien flüchtete (ein Ehepaar, drei Kinder und eine alte Mutter), zusammengepfercht in Viehwagen,
mit wenig Gepäck, da war auch dieses Holzbrett dabei.
Als man ihnen dann in Halle ein leeres Zimmer zuwies und sie mit Müh und Not wenigstens für die alte Mutter ein Bett auftreiben konnten, da hing dennoch schon bald dieser Spruch an der kahlen Wand.
Solche Dinge hat mir meine Omi erzählt, wenn wir gemeinsam in der Waschküche waren, in der Barfüßerstaße im Hinterhaus, und die Wäsche für die Familie wuschen.
Für mich war das spannend, aber heute denke ich manchmal, wie konnte sie so ohne Bitternis, trotz all des erlebten Leides, ihrer Enkelin davon erzählen?
Sie war trotz allem dankbar, für alles Schöne und Gute im Kleinen und konnte fröhlich sein. In schlaflosen Nächten hat sie viel gebetet, wie auch ihre Tochter, meine Mutti und nun eben auch ich.
Welch ein Geschenk, wenn man in seinem Leben Menschen begegnet, die glaubhaft im Gottvertrauen unterwegs sind, tapfer und fröhlich.

 

Als Lied schlage ich die Nr. 369 im Gesangbuch vor, die Strophen 1,2 und 7

 

Dieses Lied wurde 1641 geschrieben und der Dichter und Komponist, Georg Neumark, bezeichnete es als Trost-und Danklied.
Man erzählt, dass hilfreiche Menschen ihm, dem mittellosem Studenten,
eine Stelle als Hauslehrer verschafften.

 

Gebet:
Hilfreicher Gott, schenke uns für diesen Tag neue Hoffnung ins Herz, Kraft für alle Herausforderungen und lass unser Gespräch mit dir nicht verstummen.

 

Vielleicht schicken wir heute mal ein Dankgebet los für die Menschen,
die uns hilfreich geprägt und beschenkt haben.

 

Herzliche Grüße, Barbara Schatz

Wort für den Tag: 19. Januar 2021

Heute kommen Bund und Länder zu einer neuen Corona-Runde zusammen. Wie bei den letzten Treffen könnte es auch dieses Mal eine Verschärfung des Lockdowns geben. Was hilft uns, in dieser nicht einfachen Zeit solidarisch zu bleiben? Was kann uns motivieren?

 

„Wir wünschen aber, dass jeder von euch im Blick auf den Reichtum unserer Hoffnung bis zum Ende den gleichen Eifer zeigt, damit ihr nicht müde werdet, sondern Nachahmer derer seid, die aufgrund ihres Glaubens und ihrer Ausdauer Erben der Verheißung sind.“ (Hebr 6,11-12)

 

Wort für den Tag:
Bis zum Ende den gleichen Eifer zeigen, das wünsche ich uns. Doch wie soll das gehen, wenn nicht einmal absehbar ist, ob diese Durststrecke bis Ostern oder gar bis in den Sommer andauert?
Was mich überfordert, ist die Weitsicht, alles ab- und einschätzen zu können. Deshalb versuche ich, weniger auf die zu schimpfen, die heute Entscheidungen treffen müssen. Hinter ihnen stehen keine dunklen Mächte, sondern das Bemühen, Leben zu schützen. Eine perfekte Lösung können sie nicht präsentieren, denn perfekt, vollkommen fehlerlos ist nur Gott. Göttliches aber sollten wir weder von anderen noch von uns erwarten. Wir sind begrenzte Menschen, die trotz allem guten Willen Fehler machen und die oft erst aus diesen Fehlern lernen. Also lasst uns barmherzig miteinander umgehen, damit wir gemeinsam die nächsten Schritte gehen können. Egal, was heute Nachmittag beschlossen wird, wir sollten sensibel sein für die Menschen in unserer Nähe. Wer braucht meine Hilfe? Wer droht zu resignieren oder gar in eine Depression abzugleiten? Wo braucht es – bei allem gebotenen Abstand – körperliche, liebevolle Zuwendung?
Wer nicht müde werden will auf dem langen Weg durch die Wüste dieser Pandemie, braucht andere, braucht Zeichen der Ermutigung, Zeichen des Lebens, Zeichen der Hoffnung. Jede und jeder, der geimpft wird, ist für mich ein solches Zeichen. Jede grüne Knospe, die auf den Frühling verweist, macht mir Mut. Und jeder Mensch, der geduldig bleibt und sich mitmenschlich erweist, gibt mir die Hoffnung, dass wir gemeinsam die kommenden Wochen meistern. Was zählt, ist der nächste Schritt: das, was mir heute geboten erscheint. Lasst uns achtsam miteinander umgehen und – trotz aller Einschränkungen – nicht müde werden, damit wir alle Anteil erhalten an der Verheißung, am Leben in Fülle, das hier und jetzt mit dem nächsten kleinen Schritt beginnt.

 

Lied: „Lass uns in deinem Namen, Herr“ (HuT 331; GL 446)
1.-4. Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun.
1. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, heute und morgen zu handeln.
2. Gib uns den Mut, voll Liebe, Herr, heute die Wahrheit zu sagen.
3. Gib uns den Mut, voll Hoffnung, Herr, heute von vorn zu beginnen.
4. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, mit dir zu Menschen zu werden.

 

Gebet:
Gott, der Weg ist lang und die Kräfte schwinden. Öffne meine Augen und mein Herz für alle, die mir helfen wollen und denen ich zur Hilfe werden kann. Erschließe mir die Quellen deiner Zu-sagen, damit ich den Mut nicht verliere und Schritt für Schritt den Weg gehe, der dem Leben aller dient. Darum bitten ich dich, der du bei uns bist und bei uns bleibst in Zeit und Ewigkeit. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Wir sind angewiesen auf ermutigende, stärkende Worte und Gesten. Wem verdanke ich eine solche Ermutigung? Für wen kann ich heute durch ein Wort, eine Geste stärkend und ermutigend sein?

 

Ihnen allen einen erfüllten, einen mit Leben angefüllten Tag wünscht Pfarrer Magnus Koschig

Wort für den Tag: Montag, 18. Januar 2021

Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn: Ein Mann nahm es und pflanzte es auf seinem Acker ein. Das Senfkorn ist das kleinste von allen Samenkörnern. Aber wenn eine Pflanze daraus gewachsen ist, ist sie größer als die anderen Sträucher. Sie wird ein richtiger Baum. Die Vögel kommen und bauen ihr Nest in seinen Zweigen.
(Matthäus 13,31-32)

 

Wort für den Tag:
Sie sind wirklich winzig, diese Senfsamen. Kein Wunder, dass sie Symbole für etwas sehr Kleines sind. Und mit diesen winzigen Samen vergleicht Jesus das Himmelreich, das Reich Gottes.
Das ist ein merkwürdiger Vergleich. Das Reich Gottes, das Herrschaftsgebiet von Gott, der Ort, an dem man Gott ganz nah ist, der voll seiner Herrlichkeit und ohne Leid ist, der soll wie ein Senfkorn sein, so winzig. Unter Gottes Reich muss man sich doch eher etwas richtig Großes vorstellen, etwas Mächtiges und Triumphales.
Aber so, wie es im Gleichnis bildhaft beschrieben wird, ist das Reich Gottes offensichtlich nicht schon fertig vorhanden, sondern es ist etwas, das noch wachsen muss. Es ist noch winzig, wie ein Senfkorn. Aber es gibt Bedingungen, die sein Wachsen und Großwerden befördern – für das Senfkorn sind das die fruchtbare Erde, Wasser, Licht und Wärme. Und dann irgendwann wird aus diesem winzigen Korn eine große Pflanze, sogar ein Baum, der viel Platz für Vögel hat und ihnen Schatten spendet. Ein Ort voller Lebendigkeit.
Jesus sagt an einer anderen Stelle in der Bibel: Das Reich Gottes ist schon unter uns Menschen.
Das Reich Gottes ist schon unter uns – nur eben sehr klein, so winzig, dass wir es kaum ausma-chen können. Welche guten und förderlichen Bedingungen sind es unter uns, die es wachsen lassen, wie bei dem Senfkorn? Es sind die kleinen Dinge im Alltag, denke ich, oft unscheinbare Ereignisse menschlicher Wärme – Situationen, in denen wir andere Menschen so annehmen, wie sie sind, oder in denen wir eine andere Meinung als unsere eigene anerkennen; Situationen, in denen wir anderen vergeben oder uns mit jemandem versöhnen. Solche „Senfkorn-Erfahrungen“ unter uns lassen etwas vom Himmelreich Gottes aufscheinen.
Ich wünsche Ihnen heute solche Senfkorn-Erfahrungen, die das Potenzial zu etwas ganz Gro-ßem haben.

 

Lied:
Bau dein Reich in dieser Zeit, lass auch uns dazugehören. Bau es für die Ewigkeit, uns zum Heil und dir zu Ehren. Wir sind für dein Reich geboren und nicht an uns selbst verloren.

 

Keinem Schicksal sind wir stumm und verlassen preisgegeben. Denn das Evangelium hilft uns ohne Angst zu leben, deiner Führung zu vertrauen und auf deinen Bund zu bauen.

 

Bau dein Reich in dieser Zeit, setz auch uns zu seinen Zeichen. Bau es für die Ewigkeit, lass uns, bis wir sie erreichen, fröhlich deinen Namen tragen und auf ihn das Leben wagen.
(Durch Hohes und Tiefes 157,1.4.6)

 

Gebet:
Du großer Gott,
in den kleinen Dingen können wir spüren, dass Du bei uns bist. Du machst Verständnis und To-leranz, Liebe und Versöhnung unter uns Menschen möglich.
Lass uns dabei auf Deine Kraft aus dem Himmelreich vertrauen.
Amen.

 

Tag-Werk:
Nehmen Sie sich ein Senfkorn und pflanzen es in ein Töpfchen mit Erde. Lassen Sie sich davon überraschen, wann die ersten Keimblätter zu sehen sein werden.

 

Gehen Sie gesegnet durch diesen Tag!
Ihre Katrin Mang (Vikarin)